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Museum für Angewandte Kunst Köln

Raum ist Sehnsucht – Der Kirchenbaumeister Dominikus Böhm (1880–1955)
24.09.–11.12.2005

Dominikus Böhm, der ab 1926 als Professor an den Kölner Werkschulen lehrte, war einer der herausragenden deutschen Baumeister des vergangenen Jahrhunderts. Im Zentrum seines Werkes steht die Kirchenbaukunst, in der er seit 1919 gänzlich eigenständige, keinem historischen Stil verpflichtete architektonische Konzepte formuliert hat. Seine revolutionären, aus kubischen Volumina gebildeten Kirchen inOffenbach (1919) und Dettingen (1922) gelten als die ersten Sakralbauten des Neuen Bauens in Deutschland.
Das Werk Böhms entwickelte sich vom expressionistischen Stil zu einer formreduzierten, neoromanischen Sachlichkeit mit oft monumentalen Zügen. Berühmt ist seine mit parabolischen Gewölben fastbildhauerisch aufgefasste Kirche St. Engelbert in KölnRiehl (1930), in der virtuos kühne und traditionsverwurzelte Formelemente miteinander kombiniert wurden. Die Innenräume sollten durch theatralische Lichtführung und „mythische“ Monumentalität das sakrale Geschehen sinnlich erfahrbar machen.
Die Ausstellung, die zuvor im Deutschen Architektur Museum in Frankfurt a. M. gezeigt und dort zum50. Todestag Dominikus Böhms erarbeitet wurde, präsentiert rund 100 großformatige Kohlezeichnungen, zeitgenössische Fotografien von Hugo Schmölz und zwölf neu entstandene Architekturmodelle.

Abbildung:
Dominikus Böhm, Kirche St. Engelbert,
Kohlezeichnung, 1930

Ort:
Museum für Angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule
50667 Köln

Öffnungszeiten:
23.09., 19 Uhr, Eröffnung
24./25.09., 11–17 Uhr
26.09., geschlossen
27.–30.09., 11–17 Uhr

Termin:
26.09., 19.30 Uhr
Vortrag von Gottfried Böhm

Information:
Museum für Angewandte Kunst Köln
T 0221–221–23860

www.museenkoeln.de